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30-JÄHRIGES JUBILÄUM DES DEUTSCHEN POLEN INSTITUTES

2/3 2011

Christoph Horrix ist Mitglied und Förderer des Deutschen Polen Instituts, Darmstadt

Vor 30 Jahren hatte Karl Dedecius die gute Idee, die Welt ein bisschen besser zu machen. Er wollte, mit den ihm zur Verfügung stehenden Mitteln gegen den, wie er sagt, scharfen Ostwind ankämpfen. Und das tat er.

Als Übersetzer hat er sich, wie kein zweiter, um die Verbreitung polnischer Literatur verdient gemacht”, so Bundespräsident Christian Wulff, bei seiner Rede zum 30-jährigen Jubiläum des Deutschen Polen-Institutes.  Der Festakt fand am den 17. November 2010 im großen Saal des Darmstädter Staatstheaters statt. Rund 1000 geladenen Gästen bot sich in angemessenem Rahmen die wunderbare Gelegenheit zum Ideenaustausch, alte Freunde zu treffen , Kontakte zu pflegen oder neue zu knüpfen. Die hochkarätige Rednerschaft  belegt den Wert der Arbeit die Dedecius begann und die das DPI Darmstadt inzwischen fortsetzt. Die beiden Präsidenten, Bronislaw Komorowski und Christian Wulff, der Hessische Europaminister Jörg-Uwe Hahn und der Finanzminister des Landes Rheinland-Pfalz, Carsten Kühl wurden ebenso durch die Präsidentin des Instituts Rita Süssmuth und den Oberbürgermeister der Wissenschaftsstadt Darmstadt begrüßt wie zahlreiche Gäste  aus dem In- und Ausland. In persönlicher Freundschaft verbunden, war auch Alt-Bundespräsident Richard von Weizsäcker in die Jugendstil Stadt gekommen.

Die Gäste blickten nicht nur auf die 30-jährige Geschichte des Instituts zurück, sondern auch voller Freude auf die zukunftige Entwicklung, denn die Aufnahme in die Förderung des Auswärtigen Amtes stand bereits kurz bevor. “So ergibt sich die Aussicht auf eine Verstetigung der Arbeit“, die, so Rita Süssmuth in ihrer Ansprache, “oft am seidenen Faden hing“.

Auch Präsident Komorowski zog eine positive Bilanz der Arbeit des Instituts, die Anfangs in Warschau boykottiert worden war. “Diese Arbeit hat dazu beigetragen, dass inzwischen 75 % aller Polen heute ein positives Verhältnis zu Deutschland haben.”

Das Institut hat „Ideengeber- und Vernetzerfunktion“”, so Prof. Dieter Bingen, Leiter des Institutes. “Ziel ist es, das gegenseitige Bild voneinander zu verbessern und vor allem auch Neugier aufeinander zu wecken. Im Hinblick auf die aufgeregten politischen Diskussionen der vergangenen Jahre, von denen das Institut allerdings nur am Rande berührt wurde , bleiben die deusch-polnischen Beziehungen „auf dem Weg hin zur Normalität“.

Wir freuen uns auf viele weitere Jahre voller Neugier, Ideen und gemeinsamer Entwicklung…

Weitere Informationen:
Interview mit Karl Dedecius
Link zum Deutschen Polen-Institut